Update/ 17.11.2019/ Rückblick: Die Jugendfeuerwehr Hilbersdorf zu Besuch bei der Partnergemeinde in Hechthausen/

Am 03.10.2019 zum „Tag der Deutschen Einheit“, machte sich die Jugendfeuerwehr Hilbersdorf gemeinsam mit unserem Bürgermeister auf den Weg zur Partnergemeinde nach Hechthausen, um die dortigen Feuerwehrkameraden kennenzulernen. Für alle hieß es also am Feiertag sehr zeitig aufzustehen, denn wir starteten bereits um 6:00 Uhr in Hilbersdorf am Gerätehaus. Nachdem die restlichen Sachen in den Autos verstaut waren, fuhren wir los. Nach gut 7 Stunden Autofahrt kamen wir endlich am Ziel an und wurden freudestrahlend vom Jugendwart Eike Elser und seiner Jugendfeuerwehr begrüßt. Im Anschluss an die Begrüßungszeremonie und dem Austausch von Gastgeschenken bauten wir unser Quartier auf. Hierzu stand uns die Grundschule zur Verfügung. Mit unseren Feldbetten machten wir es uns in der Aula so richtig gemütlich. Am Nachmittag sollte es noch zu einem nahe gelegenen Bauerngutgehen, welches ein Kartoffelfest ausrichtete. Also zogen wir unsere Feuerwehr-Uniformen an und machten uns auf den Weg. Bei dem Kartoffelfest gab es für die Kinder und auch für uns Erwachsenen so einiges zu entdecken. Es gab Butterkuchen, Kartoffelpuffer und sogar rohe Kartoffeln wurden probiert. Auf so einem Fest werden natürlich auch Kartoffeln auf dem Feld nach gelesen. Hierbei hatten unsere Kinder eine besondere Aufgabe, denn sie sollten so viele Kartoffeln nachlesen, wie sie nur finden konnten. Und das nicht ohne Grund, denn für viel Kartoffelsuppe, benötigt man viele Kartoffeln. Nach dem Fest ging es für uns weiter zum nächsten Tagespunkt. Zum Abendessen hat uns der Bürgermeister von Hechthausen Jan Tiedemann zum Grillen zu sich nach Hause eingeladen. Dort wartete er schon ganz gespannt auf uns. Auch hier wurden wir wieder von Ihm und einigen Vertretern aus der Gemeinde herzlich begrüßt. Im Anschluss gab es leckere Grillwürste und Salat. Die Kinderkonnten sich noch einmal richtig austoben bevor es dann zurück in die Unterkunft ging und die Nachtruhe bevorstand. Am nächsten Morgen mussten alle wieder um 6:00 Uhr aufstehen. Gemeinsam mit den Kameraden aus Hechthausen frühstückten wir und machten uns anschließend auf den Weg nach Hamburg. Hier angekommen, wollten wir am Vormittag das Miniaturwunderland besuchen und am Nachmittag eine kleine Stadtführung mit Rundfahrt auf der Elbe im Hafenbereich unternehmen. Im Miniaturwunderland gab es für alle einiges zu entdecken. Am meisten faszinierten sich die Kinder für die vielen beweglichen Fahrzeuge. Auch die Züge, die auf der Anlage unterwegs waren,brachten die Kinder zum Staunen. Zum Mittagessen (wie sollte es anders sein), ging es dann zu McDonalds oder Burger King je nachdem wo jeder einzelne hinwollte. Nach dem alle gestärkt waren, traten wir unsere Stadtführung an. Eike kannte sich sehr gut in Hamburg aus und übernahm die Truppenführung. Er führte uns quer durch die Stadt und zeigte und erzählte uns interessante Dinge über Hamburg. Anschließend machten wir noch eine Rundfahrt über die Elbe im Hafengebiet. Auch hier gab es einiges zu erzählen. Danach machten wir uns zurück auf dem Weg mit der S- und U-Bahn um zu unseren Autos zu gelangen. Am Abend wartete schon die Kartoffelsuppe mit Würstchen. Alle hatten großen Hunger und langten ordentlich zu. Späterkonnten sich beide Jugendwehren spielerisch betätigen. In der Zwischenzeit haben die Erwachsenen beim Aufräumen geholfen und planten den kommenden Tag, bis die Nachtruhe wieder heran war. Am Samstagmorgen trennten sich die Wege von unserem Bürgermeister und unserer Jugendwehr für ein paar Stunden. Unser Bürgermeister lernte die Gemeinde Hechthausen und die Amtsgeschäftes eines Hechthausener Kollegen besser kennen. Wir erkundeten in dieser Zeit das Gerätehaus und die Technik der Feuerwehr Hechthausen. In diesem Rahmen fuhren wir auch zu einem Ausbildungsdienst an den Fluss Oste. Da auch an diesem Fluss Ebbe und Flut herrscht, mussten sich die Kameraden etwas Besonderes einfallen lassen, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Da in der Gemeinde sehr viele einzelne Höfe sehr verstreut sind und es kein besonders gut ausgebautes Hydrantennetz gibt, muss oft auf öffentliche Gewässer zurückgegriffen werden. Hier zeigten uns die Kameraden aus Hechthausen wie sie mit einem Schwimmsaugkorb Wasser aus seitlichen kleinen Bachläufen von Feldern förderten oder mit dem selbstgebauten „Oste-rohr“ Wasser aus der Oste zogen. Nach einem ausgiebigen Mittagessen ging es weiter nach Cuxhaven. Dort fuhren wir direkt zur

 

Freiwilligen Feuerwehr Duhnen. Hier lernten wir die Watt-Retter und ihre Technik näher kennen. Die Technik besteht aus einem alten Traktor. Dieser wurde mit Blaulicht, Martinshorn sowie Funk -und Seenavigation aufgerüstet. Dazu gehört ein Trailer mit einem kleineren Schnellboot und Überlebensanzügen. Mit dieser Kombination von Rettungstechnik werden Watt-Wanderer gerettet, die Naturgewalten unterschätzen und recht schnell von der eintretenden Flut überrascht werden. Wir bedankten uns bei den Watt-Rettern für ihren interessanten Vortrag sowie Ihre Mühe und machten uns auf an den Strand. Nach knapp 5 Minuten Fußweg und Gummistiefeln im Gepäck, erreichten wir den Strand. Wir teilten uns in kleinere Gruppen auf und gingen ein paar Meter ins Watt hinaus. Auch hier gab es einiges zu entdecken. Angefangen von Muscheln und Wattwürmern bis hin zu Krabben. Die Kinder experimentierten auch mit dem Watt herum und ließen sich ein wenig im Schlick einsinken, um danach festzustellen, dass man ohne Hilfe da nicht so einfach alleine wieder herauskommt. So langsam merkten auch wir, dass die Flut wieder einsetzte. Dies machte sich an dem vielen Wasser bemerkbar, was ganz plötzlich wieder da war. Also machten wir uns unverzüglich auf dem Weg zum Strand, nicht dass noch die Kameraden aus Duhnen unnötigerweise wegen uns alarmiert werden müssen. Da alle wieder sicher am Strand waren, war dies zum Glück nicht notwendig. Aber was ist ein Besuch an der Ostsee ohne ein leckeres Fischbrötchen? Das muss sein! Dazu gingen wir in den Hafen von Cuxhaven, wo es auch wieder einiges zu sehen gab. Zufällig war gegenüber vom Fischbrötchenstand ein Outlet von der Firma Bahlsen. Angeführt von unserem Bürgermeister, strömten alle Kinder hinein und deckten sich mit der Einen oder anderen Kekspackung ein. Im Anschluss sahen wir uns noch die Landungsbrücken an. Von dort ausmachten sich damals die Leute auf nach Amerika und Kanada, um ein neues Leben zu beginnen. Zum Staunen brachten unsere Kinder auch die Ozeanriesen, die in der Nähe vom Hafen vorbeischipperten. Bei schönstem abendlichen Wetter ging es dann zurück nach Hechthausen um den letzten Abend gemeinsam ausklingen zulassen. Sonntagmorgen ging es dann an das Sachen packen und Autos für die Heimreise beladen. Wir verabschiedeten uns von unseren Hechthausener Kameraden und dem Bürgermeister und machten uns auf den Heimweg. Zurück über die Autobahn direkt nach Hilbersdorf an das Feuerwehr Gerätehaus, wo die Eltern schon sehnsüchtig ihre Sprösslinge erwarteten. Es war ein sehr schönes verlängertes Wochenende. Wie mir im Nachgang zugetragen wurde, schwärmten die Kinder noch zu Hause von ihren Erlebnissen. An dieser Stelle möchte ich mich für die Unterstützung der Eltern, dem Förderverein der Feuerwehr Hilbersdorf und unserem Bürgermeister Rene Straßberger, die dies finanziell möglich machten recht herzlich bedanken. Ein besonderer Dank gilt unserem Kameraden Karsten Schneider für die Planung und Organisation dieser Ausfahrt. Gut Wehr!

 

 

 

 

 

Jugendfeuerwehr Hilbersdorf

 

Robert Braunschmidt


Update/ 30.05.2017/ Bilderupdate vom Jugendfeuerwehrwochenende in Naundorf 2017/

Am Internetauftritt der Jugendfeuerwehr wird noch gearbeitet...